Montag, Februar 23, 2026
Problem: Ich habe ein Screen-Recording mit OBS gemacht, und zwar als h264-Video mit mehreren Tonspuren in einen Matroska-Container (.mkv, für die Menschen die an Endungen von Dateinamen als bedeutungstragende Elemente glauben). Nun habe ich aber ein Video-Schnittprogramm, das mit MKV nicht klarkommt, daher möchte ich die Daten verlustefrei in einen Quicktime-Container überführen (.mov).
Lösung: Wie immer in so einem Fall Voodoo mit ffmpeg. Alle Video-Tracks und alle Audio-Tracks ohne Re-Encoding von MKV nach MOV umverpacken:
ffmpeg -i eingabe.mkv -map 0:a -c:a copy -map 0:v -c:v copy ausgabe.mov
Warum überhaupt Matroska? Nunja… es ist eines der wenigen Video-Dateiformate, bei dem nicht die Datei per se im Eimer ist, wenn das Aufnahmegerät oder die Aufnahmesoftware einen Crash erleidet. Übrigens: Manchmal lassen sich abgeschiffte Aufnahmen in MOV oder MP4 mit demselben magischen ffmpeg-Kommando noch retten.
Dienstag, Februar 17, 2026
Problemchen: Ich möchte auf eine Website, oder – noch frecher – in einer Mail eine Animation einbauen. Die Animation habe ich bereits in meiner Videosoftware vorbereitet und als Video-Datei exportiert. Da das alt-erwürdige GIF-Format komische Farbpaletten nutzt, möchte ich das Video in eine platzsparende WebP-Datei reinschrumpfen.
Lösung: Ich mache Kommandozeilen-Voodoo mit dem Tool ffmpeg. Leider kann sich kein Mensch die Parameter merken. Also schreibe ich sie hier hin:
Variante 1: Auf 800 Pixel Breite skalieren, Höhe automatisch im Seitenverhältnis belassen, und in Endlosschleife laufen lassen:
ffmpeg -i eingabedatei.mov -loop 0 -vf scale=800:-2 ausgabedatei.webp
Variante 2: 20 Bilder pro Sekunde sind vielleicht auch noch okay:
ffmpeg -i eingabedatei.mov -loop 0 -vf fps=fps=20,scale=800:-2 ausgabedatei.webp
Variante 3: Okay, jetzt probiere ich noch, das Ergebnis stärker zu komprimieren, wenn auch auf Kosten der Bildqualität (höhere Werte: mehr Qualität):
ffmpeg -i eingabedatei.mov -loop 0 -vf fps=fps=20,scale=800:-2 -quality 60 ausgabedatei.webp
Das Dateiformat der Eingabedatei ist dabei nahezu wurschtegal, ffmpeg verdaut fast alles.
Frage: Weiß jemand, wie ich die Animation vorwärts und wieder rückwärts laufen lassen kann, ohne Frames zu kopieren?
Sonntag, Februar 15, 2026
Problem: Ich exportiere eine Datei aus LibreOffice / OpenOffice Writer nach HTML, zum Beispiel, um sie zu einem Newsletter weiterzuverarbeiten. Dabei stelle ich fest, dass bereits gelöschte Textpassagen wieder auftauchen.
Ursache: Bug in Writer, der unerwünschtes Zeug mit exportiert, wenn die Funktion Änderungen aufzeichnen aktiv ist. (Meine Version: 24.2.7.2.)
Workaround: Vor dem Speichern als HTML die Funktion Alle Änderungen annehmen nutzen.